Der Evangelische Handwerker-Verein von 1848 e.V.
 
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Kleine Chronik des Vereins

1848  Johann Hinrich Wichern ruft auf zur Gründung der Inneren Mission
            Karl Marx veröffentlicht das "Kommunistische Manifest"
           Gustav Seiler gründet den "Evangelischen Handwerker-Verein"
            Adolf Kolping plant die "Katholische Gesellenbewegung
"

1856   Vereinstreffen im Kreuzbräu in der Brunnenstraße

1858   Gründung der "Krankenpflegehilfskasse" und der "Begräbniskasse"

1870   Kauf des ersten Vereinshauses in der Landwehrstraße und Errichtung 
            der "Herberge zur Heimat"


1876   Gründung des "Lehrlingshortes"

1884   Gründung des Vereins "Innere Mission München"

1892   Einweihung des 2. Vereinshauses mit Mathildensaal in der Mathildenstraße

1912   Pfarrer Dr. Hilmar Schaudig wird Vorsitzender beider Vereine

1913   Eröffnung des "Wartburghospiz" in der Landwehrstraße

1924   Kauf eines Geländes in Gräfelfing für ein "Waldheim"

1944   Am 13.Juli werden alle Häuser am "Evangelischen Eck" durch Luftangriffe zerstört

1952   Kirchenrat Dr. Oskar Wagner wird Vorsitzender des Vereins

1954   das "Wichernhaus" wird eingeweiht

1973   das Waldheim wird erweitert

1982   der neue "Mathildensaal" wird eingeweiht

1988   Dekan Dr. Helmut Ruhwandl wird Vorsitzender des Vereins

2008   Sozial- und Industriepfarrer Dr. Roland Pelikan wird der neue Vorsitzende des Vereins

2014  Dekan i.R.  Dr. Helmut Ruhwandl wird erneut
            - und ausdrücklich für begrenzte Zeit - Vorsitzender des Vereins

2015  Dekan i.R.  Volker Herbert wird Vorsitzender des Vereins


 

1876

Brüder und Schwestern im Verein

Der evangelische Handwerkerverein ist eine Traditionseinrichtung inmitten von München

Von Sandra Zeidler

Er ist einer der ältesten Handwerkervereine Deutschlands: Mitten in München, zwischen Matthäuskirche und CVJM findet sich der »Evangelische Handwerkerverein von 1848«. Damals kamen die Lehrlinge im Lehrlingshort unter, heute wohnen die Auszubildenden im Wichernhaus.

 

2016

Bedeutung des Handwerker-Vereins von 1848 e.V. in der heutigen Zeit

Statement von Herrn Volker Herbert, Dekan i.R. – Vorsitzender im EHV

 

Was kann der EHV heute bewirken?

 

Evangelischer Handwerker-Verein, da muss man inzwischen weder evangelisch noch Friseur, Maurer, Optikerin, Goldschmiedin oder Schneider sein, um Mitglied zu werden. Tatsächlich sind heute von den 233 Mitgliedern nur noch eine Hand voll aktive Handwerker. Viele unserer Mitglieder haben dafür in ihrer Lehrzeit im Wohnheim des Vereins gewohnt, dem Wichernhaus, und sind ihm treu geblieben. Dort finden auswärtige Berufs- und Meisterschüler(innen) für Ihre Berufsschulzeit nicht nur zentral und preiswert Unterkunft und Verpflegung, sondern auch ein gutes Miteinander. Es ist stets voll belegt.

Trotzdem trägt der Verein den Namen zurecht, weil er wie seine Gründer seit 1848 bis heute sich christlichen Wertvorstellungen und diakonischer Grundeinstellung verpflichtet weiß. Damals waren es auch nicht nur evangelische Handwerker, die den sozialen Nöten der wandernden Handwerksburschen abhelfen wollten: Ein Dach über dem Kopf, religiöse Orientierung, Bildung und die Verbundenheit im Glauben haben viele in der Bahn gehalten.

Auch wenn sich seither in Handwerk, Kirche und Gesellschaft fast alles geändert hat, das Hauptmotiv des Vereins gilt unverändert: Christlicher Glaube und soziale Mitverantwortung gehören zusammen. Dem Handwerk bleibt der Verein durch Kontakte und Zusammenarbeit mit dem Fachbereich „Kirche und Handwerk“, der Handwerkskammer für München und Oberbayern und den Innungen verbunden.

Bildung ist eine Grundaufgabe des Vereins geblieben. Er erfüllt sie durch eigene Veranstaltungen und in Zusammenarbeit mit anderen, z.B. dem Freundeskreis der Evang. Akademie, in seinem stark frequentierten Bildungs- und Veranstaltungszentrum in der Mathildenstraße.

Das vereinseigene Waldheim in Gräfelfing mit seinem großen Spielplatz wird von vielen Familien als „Naherholungsgebiet“ genutzt. Die Stadt München führt dort ihr Ferienprogramm durch.

Aktuell sondiert der Verein mit KDA und Handwerkskammer, wie er jungen Flüchtlingen bei ihrer beruflichen Ausbildung und Integration helfen kann.

 

Laut Satzung soll der Vorsitzende des überaus aktiven 9-köpfigen Vorstands Geistlicher sein. Da sind zunächst die vereinsrechtlichen Funktionen: Unterschriften, Sitzungsvorsitz, Repräsentanz des Vereins nach außen, was seine Grundanliegen und Aktivitäten betrifft.

Ich sehe mich vor allem als geistlicher Begleiter und Impulsgeber des Vereinslebens und als Gesprächspartner für die Themen und Entwicklungen des Handwerks. Es gilt auch gute Verbindung zur Kirche, ihren Gemeinden, Werken und Diensten zu halten.

Nicht nur der Verein selbst ist einer der ältesten in München, auch die meisten seiner Mitglieder sind in die Jahre gekommen. Da ist viel Vertrautheit, Erfahrung und Engagement, aber wir werden auch langsam immer weniger. Müssen wir intensiv werben, und wenn ja, dann wen und wie? Muss sich der Verein selbst weiter entwickeln, sich neue und andere Ziele suchen und dabei doch der Evangelische Handwerker-Verein bleiben... – ein Thema für die Zukunft. Im Lauf seiner Geschichte hat der Verein schon mehrfach seine Satzung überdacht und seine Angebote geöffnet und erweitert und Realitätssinn bewiesen, ohne sein Grundanliegen aufzugeben. Wie auch immer:

 

Der EHV war und bleibt eine Bereicherung,

eine Wurzel evangelischen Lebens in München.

 




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Donnerstag, 17.08.2017 Zuletzt aktuallisiert am 13.08.2017 © Evangelischer Handwerker-Verein 2007